Hotel-KPI

CPOR (Cost per Occupied Room)

CPOR misst die durchschnittlichen operativen Kosten pro tatsächlich belegtem Zimmer. Präzisere Kostenkennzahl als NocPAR.

CPOR – vollständige Definition

Kurz: CPOR (Cost per Occupied Room) misst die durchschnittlichen operativen Kosten pro tatsächlich belegtem Zimmer und ist damit die präzisere Kostenkennzahl gegenüber NocPAR, weil sie nur die belegten Zimmer einbezieht – also jene, bei denen tatsächlich Kosten entstehen.

CPOR bezieht die operativen Kosten ausschließlich auf die Zimmer, die tatsächlich belegt waren – nicht auf alle verfügbaren. Er misst damit, was ein Haus pro Gast-Nacht aufwenden muss, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. CPOR ist besonders relevant für den Vergleich zwischen Perioden unterschiedlicher Belegung: Ein Haus mit 60 Prozent Auslastung hat einen anderen CPOR als das gleiche Haus bei 90 Prozent. Liegt der ADR unter dem CPOR, ist jede zusätzliche Belegung ein Verlustgeschäft.

CPOR = Gesamte operative Kosten / Anzahl belegter Zimmer

Ein Hotel verkauft im Monat 900 Zimmernächte bei operativen Gesamtkosten von 135.000 EUR. Der CPOR beträgt 150 EUR. Liegt der ADR bei 140 EUR, erwirtschaftet das Haus mit jeder belegten Nacht einen Verlust von 10 EUR – bevor Kapitalkosten oder Abschreibungen eingerechnet werden.

CPOR und ADR sollten immer gemeinsam betrachtet werden. Erst im direkten Vergleich zeigt sich, ob ein Zimmerverkauf tatsächlich positiv zum Ergebnis beiträgt oder ob Auslastung auf Kosten der Marge erkauft wird.

Ein CPOR über dem ADR ist kein technisches Detail – es ist ein Alarmsignal. Trotzdem ist es in vielen Häusern keine Kennzahl, die jemand monatlich ausrechnet. Das ändert sich, wenn man einmal verstanden hat, was sie bedeutet.

– Maximilian Bräu

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