RGOP – vollständige Definition
Kurz: RGOP (Rooms Gross Operating Profit) bezeichnet das Bruttobetriebsergebnis des Logis-Departments nach Abzug aller direkt dem Zimmerbereich zurechenbaren Kosten – insbesondere Personal und Materialaufwand – und ist damit die Profitabilitätskennzahl des Rooms-Departments vor unverteilten Gemeinkosten.
Definition.
Der RGOP misst den Deckungsbeitrag des Rooms-Departments: Er ergibt sich aus dem Logis-Umsatz abzüglich aller direkt dem Zimmerbereich zurechenbaren Betriebskosten – Housekeeping-Personal, Front-Office-Personal, Amenities, Wäsche, Reinigungsmittel. Nicht enthalten sind unverteilte Kosten wie Marketing, Verwaltung oder Energieaufwand, die auf Gesamthaus-Ebene verbucht werden. RGOP ist damit eine Kennzahl des departmentalen Reportings nach USALI und erlaubt den direkten Vergleich der Logis-Abteilung mit anderen Revenue-Departments.
Formel.
RGOP = Logis-Umsatz − direkte Rooms-Kosten (Personal + Material)
RGOP-Marge = RGOP / Logis-Umsatz × 100
Rechenbeispiel.
Ein Hotel erzielt im Monat einen Logis-Umsatz von 180.000 EUR. Direkte Rooms-Kosten (Personal, Wäsche, Amenities) betragen 54.000 EUR. Der RGOP beträgt 126.000 EUR, die RGOP-Marge liegt bei 70 Prozent.
Praxis-Hinweis.
RGOP ist nur dann vergleichbar, wenn die Kostenzuordnung konsequent nach USALI erfolgt – eine heterogene Kostenzurechnung zwischen Häusern macht Benchmarks wertlos. Wer RGOP mit GOPPAR kombiniert, erkennt, wie stark die unverteilten Kosten die departmentale Leistung aufzehren.
RGOP zeigt, was die Zimmervermietung wirklich abwirft – bevor die Verwaltung, das Marketing und die Energierechnung ihren Teil davon nehmen. Das ist der echte Ausgangspunkt für jede Effizienz-Diskussion im Rooms-Bereich.
– Maximilian Bräu